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Restaurant-Reservierung

Wie sollte eine Online-Reservierung auf einer Restaurant-Website eingebunden sein?

Gäste sollten erkennen können, wie sie einen Tisch reservieren, welche Angaben benötigt werden und ob sie sofort eine bestätigte Reservierung erhalten oder zunächst nur eine Anfrage senden.

Kurzantwort: Der Reservierungsweg sollte leicht auffindbar und eindeutig sein. Gäste sollten wissen, ob sie telefonisch reservieren, ein Formular absenden oder zu einem externen Buchungssystem wechseln.

Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer verbindlich bestätigten Reservierung und einer Anfrage, die erst vom Restaurant geprüft werden muss.

Reservierung ist mehr als ein allgemeines Kontaktformular

Eine Tischreservierung benötigt andere Informationen als eine allgemeine Nachricht an ein Unternehmen.

Für einen Reservierungsprozess sind je nach organisatorischem Modell insbesondere Datum, Uhrzeit und Personenzahl relevant. Ein freies Nachrichtenfeld kann ergänzen, sollte die grundlegenden Angaben aber nicht ersetzen.

Deshalb sollte der Reservierungsweg als eigener Nutzungsschritt geplant werden und nicht lediglich irgendwo im allgemeinen Kontaktbereich verschwinden.

1. Den Reservierungsweg deutlich sichtbar machen

Gäste sollten nicht erst nach einer Buchungsmöglichkeit suchen müssen.

Ein Reservierungslink kann beispielsweise in der Navigation, im Kontaktbereich oder an passenden Stellen der Restaurant-Website erscheinen.

Wichtig ist nicht die Anzahl der Schaltflächen, sondern dass alle Einstiege zum gleichen nachvollziehbaren Reservierungsprozess führen.

2. Telefon, Anfrageformular und Buchungssystem unterscheiden

Restaurants können unterschiedliche Reservierungswege anbieten. Diese sollten für Gäste erkennbar voneinander abgegrenzt sein.

Eine telefonische Reservierung funktioniert anders als ein Formular, dessen Anfrage später manuell geprüft wird. Ein Buchungssystem kann wiederum verfügbare Zeiten direkt zur Auswahl anbieten.

Die Website sollte deshalb nicht jeden dieser Wege pauschal als „Online buchen“ bezeichnen, wenn tatsächlich unterschiedliche Abläufe dahinterstehen.

3. Anfrage und bestätigte Reservierung nicht verwechseln

Besonders wichtig ist die Frage, was nach dem Absenden passiert.

Wenn ein Formular lediglich eine Reservierungsanfrage übermittelt, sollte dies entsprechend bezeichnet werden. Gäste sollten nicht davon ausgehen müssen, dass der Tisch bereits verbindlich bestätigt ist.

Bei einem System mit unmittelbarer Bestätigung sollte dagegen deutlich erkennbar sein, dass der gewählte Termin angenommen wurde.

4. Die wichtigsten Reservierungsangaben klar erfassen

Welche Angaben erforderlich sind, hängt vom Reservierungsprozess des Restaurants ab.

Typischerweise müssen Gäste zumindest verstehen, für welchen Tag, welche Uhrzeit und welche Personenzahl sie reservieren.

Weitere Angaben sollten nur ergänzt werden, wenn sie für die Bearbeitung tatsächlich benötigt werden.

5. Öffnungszeiten und Reservierungszeiten nicht gleichsetzen

Ein Restaurant kann geöffnet sein, ohne dass für jede Minute des gesamten Öffnungszeitraums Reservierungen angenommen werden.

Wenn Reservierungen nur für bestimmte Zeitfenster möglich sind, sollte die Website diese Logik verständlich wiedergeben.

Gäste sollten nicht aus allgemeinen Öffnungszeiten ableiten müssen, welche Reservierungszeiten tatsächlich angeboten werden.

6. Mobile Nutzung gehört zum Hauptprozess

Restaurant-Websites werden häufig unterwegs aufgerufen. Der Reservierungsweg sollte deshalb auf kleinen Displays ebenso verständlich und bedienbar sein wie auf einem Desktop.

Eingabefelder, Auswahlmöglichkeiten und Schaltflächen sollten so angeordnet sein, dass der Gast den Vorgang ohne unnötiges Zoomen oder horizontales Verschieben durchführen kann.

7. Nach dem Absenden muss klar sein, was passiert ist

Ein Formular, das nach dem Absenden lediglich verschwindet oder ohne erkennbare Reaktion auf derselben Seite bleibt, erzeugt Unsicherheit.

Der nächste Zustand sollte deshalb verständlich kommunizieren, ob die Anfrage übermittelt wurde und welcher weitere Schritt vorgesehen ist.

Dabei sollte erneut zwischen einer eingegangenen Anfrage und einer tatsächlich bestätigten Reservierung unterschieden werden.

8. Einen Ausweichweg vorsehen

Technische Systeme können ausfallen oder für einzelne Gäste ungeeignet sein.

Wenn das Restaurant zusätzlich telefonisch erreichbar ist, kann eine klar sichtbare Telefonnummer einen sinnvollen Ausweichweg bieten.

Dieser Ausweichweg sollte jedoch nicht dazu führen, dass mehrere widersprüchliche Reservierungsinformationen auf der Website stehen.

9. Externe Reservierungssysteme transparent öffnen

Nutzt ein Restaurant einen externen Reservierungsdienst, sollte für Gäste erkennbar sein, dass sie die eigentliche Restaurant-Website verlassen.

Der Übergang sollte nicht überraschend erfolgen. Bezeichnung und Platzierung des Links können deutlich machen, dass die Reservierung über ein separates System abgewickelt wird.

Dieser Artikel bewertet keine einzelnen Reservierungsanbieter.

10. Bei mehreren Restaurants oder Standorten eindeutig bleiben

Bei mehreren tatsächlichen Standorten muss klar sein, für welches Restaurant oder welchen Standort ein Tisch reserviert wird.

Eine zentrale Reservierungsseite kann sinnvoll sein, wenn der Standort vor dem nächsten Schritt eindeutig ausgewählt wird. Alternativ können einzelne Standortseiten direkt in den jeweils passenden Reservierungsprozess führen.

Die allgemeinen Grundlagen für mehrere Standorte behandelt: Mehrere Standorte im Local SEO richtig abbilden .

11. Speisekarte und Reservierung sinnvoll verbinden

Nachdem Gäste Angebot und Preise geprüft haben, kann die Tischreservierung der nächste logische Schritt sein.

Deshalb kann ein gut platzierter Reservierungsweg auf oder nach der Speisekarte sinnvoll sein, ohne die Speisekarte selbst in eine permanente Buchungsaufforderung zu verwandeln.

Zur Darstellung der Karte gibt es bereits: Wie sollte ein Restaurant seine Speisekarte auf der Website darstellen?

12. Keine künstliche Dringlichkeit erzeugen

Eine Reservierungsstrecke muss nicht mit künstlicher Knappheit oder Druck arbeiten.

Wenn tatsächlich nur bestimmte Zeiten verfügbar sind, kann das System diese Verfügbarkeit sachlich darstellen. Nicht sinnvoll sind dagegen frei erfundene Verknappung oder unbelegte Dringlichkeit.

Was dieser Artikel bewusst nicht bewertet

Dieser Artikel ist eine Hilfe zur Informations- und Nutzerstruktur einer Restaurant-Website.

Nicht behandelt werden insbesondere Datenschutz- und Cookiefragen, rechtliche Wirksamkeit einer Reservierung, AGB, Stornierungen, No-Show-Regelungen, Zahlungsabwicklung oder die rechtliche Ausgestaltung externer Reservierungsdienste.

Solche Fragen müssen anhand des tatsächlich eingesetzten Systems und der konkret anwendbaren Anforderungen separat geprüft werden.

Checkliste für eine Restaurant-Reservierung

  1. Ist der Reservierungsweg leicht auffindbar?
  2. Ist klar, ob telefonisch, per Formular oder über ein Buchungssystem reserviert wird?
  3. Wird zwischen Reservierungsanfrage und bestätigter Reservierung unterschieden?
  4. Sind Datum, Uhrzeit und Personenzahl eindeutig erfassbar?
  5. Sind Reservierungszeiten verständlich von allgemeinen Öffnungszeiten abgegrenzt?
  6. Ist der Prozess auf Mobilgeräten gut bedienbar?
  7. Erhalten Gäste nach dem Absenden eine eindeutige Rückmeldung?
  8. Gibt es bei technischen Problemen einen nachvollziehbaren Ausweichweg?
  9. Ist ein Wechsel zu einem externen System transparent?
  10. Ist bei mehreren Standorten eindeutig, wo reserviert wird?

Fazit

Eine Online-Reservierung sollte auf einer Restaurant-Website vor allem eindeutig sein.

Gäste müssen erkennen können, welchen Weg sie verwenden, welche Angaben benötigt werden und ob nach dem nächsten Schritt bereits eine bestätigte Reservierung oder zunächst nur eine Anfrage vorliegt.

Ein klarer mobiler Ablauf und ein nachvollziehbarer Ausweichweg sind dabei wichtiger als möglichst viele Buchungsoptionen.

Mathias Ellmann – SEO-Berater

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