Kurzantwort:
Wählen Sie als Hauptkategorie die spezifischste verfügbare Kategorie, die Ihr Unternehmen als Ganzes beziehungsweise sein Kerngeschäft korrekt beschreibt.
Zusätzliche Kategorien sollten nur ergänzt werden, wenn sie tatsächlich weitere wesentliche Bereiche des Unternehmens beschreiben. Mehr Kategorien bedeuten nicht automatisch ein besseres lokales Ranking.
Warum ist die Unternehmenskategorie wichtig?
Unternehmenskategorien helfen Google dabei zu verstehen, welche Art von Unternehmen hinter einem Profil steht.
Google erklärt ausdrücklich, dass sich die ausgewählten Kategorien auf das Ranking in lokalen Suchergebnissen auswirken können.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kategorie allein über die Position entscheidet. Google nennt für lokale Suchergebnisse hauptsächlich drei Faktoren:
- Relevanz,
- Entfernung,
- sowie Bekanntheit beziehungsweise Beliebtheit.
Eine passende Kategorie verbessert deshalb vor allem die sachliche Zuordnung des Unternehmens zu relevanten Suchanfragen. Sie ist keine Rankinggarantie.
Was ist die Hauptkategorie?
Jedes Unternehmensprofil besitzt eine Hauptkategorie.
Google empfiehlt, dafür eine möglichst spezifische Kategorie zu wählen, die zum tatsächlichen Kerngeschäft passt.
Statt einer sehr allgemeinen Beschreibung sollte deshalb die präzisere vorhandene Kategorie gewählt werden, wenn diese das Unternehmen korrekt beschreibt.
Google nennt beispielsweise selbst den Unterschied zwischen einer allgemeinen Kategorie wie „Studio“ und einer präziseren Kategorie wie „Nagelstudio“.
Eine einfache Entscheidungsfrage für die Hauptkategorie
Die Google-Richtlinien geben für die Auswahl einen hilfreichen Denkansatz:
Die Kategorie sollte sinngemäß den Satz „Dieses Unternehmen ist ein …“ vervollständigen.
Weniger geeignet ist die Frage: „Was hat oder bietet dieses Unternehmen alles?“
Damit wird die Kategorie nicht zu einer Liste sämtlicher Leistungen, sondern beschreibt die Art des Unternehmens.
Beispiel: Kerngeschäft statt Leistungsinventar
Angenommen, ein Unternehmen bietet mehrere Leistungen an. Daraus folgt nicht automatisch, dass für jede einzelne Leistung eine eigene Kategorie ergänzt werden sollte.
| Frage | Sinnvolle Betrachtung |
|---|---|
| Was ist das Unternehmen hauptsächlich? | Kandidat für die Hauptkategorie |
| Welche weiteren Geschäftsfelder sind tatsächlich ein wesentlicher Teil des Unternehmens? | mögliche Zusatzkategorien |
| Welche einzelnen Produkte oder Leistungen werden verkauft? | nicht automatisch eigene Kategorien |
| Für welches Keyword möchte das Unternehmen gern ranken? | kein zulässiges Auswahlkriterium allein |
Kategorien sind keine Keywords
Google weist ausdrücklich darauf hin, Kategorien nicht einfach als Keywords oder zur Beschreibung beliebiger Merkmale eines Unternehmens zu verwenden.
Eine Kategorie sollte deshalb nicht nur deshalb ausgewählt werden, weil ein bestimmter Suchbegriff attraktiv erscheint.
Entscheidend ist, ob die Kategorie das reale Unternehmen sachlich beschreibt.
Wer Kategorien nur nach gewünschten Rankings auswählt, riskiert ein Profil, dessen Angaben nicht mehr sauber zum tatsächlichen Geschäft passen.
Wie viele Kategorien sollte ein Unternehmen verwenden?
Google empfiehlt, zur Beschreibung des Kerngeschäfts so wenige Kategorien wie möglich zu verwenden.
Neben der Hauptkategorie können bis zu neun weitere Kategorien ausgewählt werden.
Die technische Möglichkeit, zusätzliche Kategorien einzutragen, bedeutet jedoch nicht, dass alle verfügbaren Plätze verwendet werden sollten.
Sinnvoll sind Zusatzkategorien nur dann, wenn sie tatsächlich relevante weitere Geschäftstätigkeiten beschreiben.
Wann ist eine Zusatzkategorie sinnvoll?
Eine weitere Kategorie kann sinnvoll sein, wenn das Unternehmen neben seinem Kerngeschäft einen eigenständigen zusätzlichen Geschäftsbereich besitzt, der durch eine vorhandene Google-Kategorie sachlich beschrieben wird.
Prüfen Sie dazu:
- Wird diese Tätigkeit tatsächlich angeboten?
- Ist sie ein relevanter Teil des Unternehmens?
- Beschreibt die Kategorie die Art des Geschäfts und nicht nur ein einzelnes Produkt?
- Würde die Kategorie auch ohne SEO-Überlegung sachlich zum Unternehmen passen?
Wann sollte keine weitere Kategorie ergänzt werden?
Eine Zusatzkategorie ist eher nicht sinnvoll, wenn:
- nur ein einzelnes Produkt beschrieben wird,
- lediglich ein Ausstattungsmerkmal gemeint ist,
- die Kategorie nur wegen eines attraktiven Suchbegriffs ausgewählt würde,
- sie eigentlich ein anderes Unternehmen am selben Standort beschreibt,
- oder eine bereits gewählte spezifische Kategorie die allgemeinere Kategorie ohnehin abdeckt.
Spezifische Kategorie oder allgemeine Kategorie?
Wenn eine passende spezifische Kategorie vorhanden ist, empfiehlt Google grundsätzlich diese spezifischere Auswahl.
Ist keine geeignete spezifische Kategorie verfügbar, sollte die allgemeinere vorhandene Kategorie gewählt werden, die das Unternehmen am besten beschreibt.
Eine eigene frei formulierte Kategorie kann im normalen Unternehmensprofil nicht erstellt werden.
Allgemeinere Kategorien nicht unnötig zusätzlich eintragen
Google ordnet spezifischen Kategorien teilweise bereits allgemeinere Kategorien im Hintergrund zu.
Deshalb ist es nicht notwendig, jede übergeordnete Variante zusätzlich einzutragen.
Wenn eine spezifische Kategorie das Unternehmen korrekt beschreibt, können offensichtlich redundante allgemeinere Kategorien ausgelassen werden.
Hauptkategorie und Zusatzkategorien haben unterschiedliche Rollen
Die Hauptkategorie sollte die zentrale Identität des Unternehmens abbilden.
Zusatzkategorien können weitere wichtige Tätigkeitsbereiche ergänzen.
Wenn mehrere Kategorien eingetragen werden, gilt die Kategorie im ersten Feld als Hauptkategorie.
Sollte die Hauptkategorie regelmäßig gewechselt werden?
Eine Kategorie sollte geändert werden, wenn sie das tatsächliche Unternehmen nicht mehr korrekt beschreibt oder eine inzwischen verfügbare spezifischere Kategorie besser passt.
Ein ständiger Wechsel nur zur Erprobung unterschiedlicher Rankings ist dagegen kein sinnvoller Pflegeprozess.
Nach Änderungen sollte beobachtet werden, ob Profilinformationen weiterhin korrekt dargestellt werden und ob Google zusätzliche Schritte verlangt.
Kategorieänderungen können eine erneute Bestätigung auslösen
Google weist darauf hin, dass nach dem Hinzufügen oder Ändern einer Kategorie möglicherweise eine erneute Bestätigung des Unternehmens erforderlich wird.
Das bedeutet nicht, dass sinnvolle Änderungen vermieden werden sollten. Bei einem bestätigten und geschäftskritischen Profil sollten Kategorieänderungen aber bewusst vorgenommen und anschließend kontrolliert werden.
Kategorien beeinflussen nicht nur Suchanfragen
Je nach Art des Unternehmens können Kategorien auch beeinflussen, welche profilspezifischen Funktionen oder Darstellungen zur Verfügung stehen.
Die Kategorie ist deshalb nicht nur ein SEO-Feld, sondern Teil der strukturierten Beschreibung des Unternehmens bei Google.
Kategorie und Website sollten zusammenpassen
Das Unternehmensprofil sollte nicht behaupten, ein Unternehmen sei etwas völlig anderes als das, was Website, Leistungen, Unternehmensname und tatsächliches Auftreten zeigen.
Google weist in seinen Richtlinien außerdem darauf hin, dass Kategorien das Unternehmen als Ganzes beschreiben sollen.
Eine nachvollziehbare Übereinstimmung zwischen realem Geschäftsmodell, Website und Unternehmensprofil erleichtert eine konsistente Darstellung.
Macht die richtige Kategorie automatisch Platz 1 bei Google Maps?
Nein.
Die Kategorie kann für die Relevanz eines Unternehmensprofils wichtig sein. Das lokale Ranking hängt aber nicht allein von diesem Feld ab.
Google nennt als zentrale Faktoren Relevanz, Entfernung und Bekanntheit beziehungsweise Beliebtheit.
Eine passende Kategorie kann deshalb eine falsche Einordnung korrigieren, aber weder Entfernung noch Bekanntheit ersetzen und keine bestimmte Rankingposition garantieren.
Wenn das Unternehmen trotz passender Kategorie nicht erscheint
Eine falsche Kategorie ist nur eine mögliche Ursache schwacher Maps-Sichtbarkeit.
Ebenso relevant können beispielsweise Profilstatus, Bestätigung, Standort, Entfernung, unvollständige Daten oder andere lokale Signale sein.
Für die systematische Diagnose: Unternehmen bei Google Maps nicht gefunden?
Kategorie und Einzugsgebiet nicht miteinander verwechseln
Die Unternehmenskategorie beschreibt, welche Art von Unternehmen vorliegt. Das Einzugsgebiet beschreibt dagegen, in welchen Regionen ein Dienstleistungsunternehmen tätig ist.
Beide Angaben erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Zur Einrichtung eines Dienstleistungsgebiets: Einzugsgebiet im Google-Unternehmensprofil richtig einstellen .
Praktische Checkliste zur Kategorieauswahl
- Formulieren Sie in einem Satz, was das Kerngeschäft des Unternehmens ist.
- Suchen Sie nach der spezifischsten verfügbaren Kategorie, die dieses Kerngeschäft korrekt beschreibt.
- Prüfen Sie die Kategorie mit der Frage: „Dieses Unternehmen ist ein …?“
- Verwenden Sie die Kategorie nicht allein wegen eines gewünschten Keywords.
- Ergänzen Sie nur tatsächlich passende weitere Kategorien.
- Vermeiden Sie unnötige oder redundante Kategorien.
- Kontrollieren Sie, ob Website, Leistungen und Profilangaben zur gewählten Kategorie passen.
- Dokumentieren Sie größere Kategorieänderungen.
- Prüfen Sie nach einer Änderung, ob Google eine erneute Bestätigung verlangt.
- Beurteilen Sie lokale Sichtbarkeit nicht allein anhand der Kategorie.
Fazit
Die Hauptkategorie im Google Unternehmensprofil sollte das tatsächliche Kerngeschäft möglichst präzise beschreiben.
Zusatzkategorien sind sinnvoll, wenn sie weitere echte Geschäftstätigkeiten abbilden. Sie sollten nicht als Keywordliste oder pauschaler Rankinghebel verwendet werden.
Eine passende Kategorie unterstützt die Relevanz des Profils, ersetzt aber andere lokale Rankingfaktoren wie Entfernung und Bekanntheit nicht.
Offizielle Google-Quellen zu Unternehmenskategorien
Die Aussagen zu Haupt- und Zusatzkategorien sowie zu lokalen Rankingfaktoren stützt SEOIO auf die offizielle Google-Unternehmensprofil-Hilfe.
Google: Unternehmenskategorie verwalten
Google: Unternehmensprofil bearbeiten
Google: Richtlinien für die Präsentation eines Unternehmens
Google: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern
Quellen und redaktioneller Maßstab von SEOIO Wissen
Google, Google Maps und Google Unternehmensprofil sind Marken von Google. SEOIO steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu Google. Die Bezeichnungen werden ausschließlich zur sachlichen Beschreibung verwendet.